Kakerlaken & Schaben

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Kakerlaken, im Volksmund auch oft Schaben genannt, werden meist zu den ekel- und furchterregendsten Insektenarten gezählt. Und das aus gutem Grund: Kakerlaken sind durchaus gefährlich und können eine große Anzahl an gefährlichen Krankheiten wie Tuberkulose, Salmonellose, Typhus und Wurmparasiten auf den Menschen oder auf Haustiere übertragen. Des Weiteren verursacht die Ausscheidung von Kakerlaken Hautausschlag und Asthma. Kleine Kinder, Senioren sowie immungeschwächte Personen sind durch Kakerlaken besonders gefährdet.

Als Kakerlake oder Küchenschabe bezeichnet man eine Vielzahl von Schabenarten aus der Familie der „Blattidae“. Kakerlaken fühlen sich zu menschlichen Behausungen hingezogen, da das Nahrungsangebot dort besonders einträglich ist und fallen daher auch unter die Vorratsschädlinge. 

Ein Kakerlaken-Befall entsteht nicht etwa durch mangelhafter Hygiene oder Sauberkeit, sondern wird meist über Nahrungsmittelverpackungen, gebrauchte Elektrogeräte oder sogar mit dem Gepäck aus dem Urlaub zu Hause eingeschleppt.

Die Lebensbedingungen sind für eine Kakerlake in Häusern nahezu ideal: Zentralheizungen oder Fußbodenheizzungen sorgen für Wohlfühltemperaturen oberhalb von 20 Grad Celsius. Küchenabfälle, Nahrungsmittelreste und Wasser(zum Beispiel durch undichte Leitungen) in der Küche bescheren den Kakerlaken geradezu paradiesische Zustände und ideale Verhältnisse, um sich ungehindert und explosionsartig zu vermehren. Der Befall von wenigen Schaben kann sich binnen Tagen zu einer regelrechten Epidemie auswachsen. 

Auf einen Blick:

Welche Anzeichen deuten auf Kakerlaken und Schaben hin?

Die erste Sichtung einer Schabe erleben die meisten Menschen vollkommen plötzlich und unvorbereitet: Abends oder nachts wird in der Küche das Licht eingeschaltet und die frei umher laufenden Kakerlaken suchen eilig Deckung im nächstgelegenen Versteck. Sollten Sie einen Befall mit Kakerlaken feststellen, ist zwingend Eile zur Bekämpfung geboten, denn auf eine gesichtete Schabe können über 200 versteckte Exemplare kommen. Die Exkremente von Schaben sind ebenfalls ein typisches Anzeichen. Sie sehen aus wie Krümel von Kaffeepulver und sind etwa 1 Millimeter lang. Kakerlaken befallen mit Vorliebe Lebensmittel, wobei auch Verpackungen keine Hürde darstellen. Die starken Mundwerkzeuge durchnagen spielend Papier, Pappe, Kunststoffe und andere Materialien. Sollten Sie also an Verpackungen Löcher und Fraßspuren feststellen, kann es sich um Kakerlaken handeln. 

Welche Krankheiten können durch Kakerlaken und Schaben übertragen werden?

Durch Kot-, Häutungs- und/oder Speichelreste können Schaben zudem beim Menschen schwere Allergien, Hautauschlag und Asthma auslösen. Nicht zu unterschätzen ist auch die emotionale Stresssituation für eine Familie und die Angst um die Gesundheit der Kinder. Zu Recht: Kinder, Senioren und immungeschwächte Personen sind durch Schaben besonders gefährdet.

Krankheiten, die durch Kakerlaken übertragen werden können:

  • Salmonellenvergiftung
  • Typhus
  • Schwindsucht
  • Hepatitis
  • Wurmerkrankungen
  • Pilzinfektionen
  • Magen-Darm-Grippe

Wie kann man einem Befall durch Kakerlaken und Schaben vorbeugen?

Die beste Möglichkeit, Schaben Einhalt zu gebieten, besteht darin, ihnen die Nahrungsmittelgrundlage, also vor allem Wasser und Lebensmittel zu entziehen!

  • Bewahren Sie Nahrungsmittel nur in verschlossenen Behältern auf.
  • Wischen Sie Lebensmittelrückstände unverzüglich weg.
  • Entfernen Sie Lebensmittelrückstände unter Küchengeräten umgehend.
  • Waschen Sie benutztes Geschirr und Töpfe nach Gebrauch sofort ab.
  • Lassen Sie Tierfutternäpfe nach dem Fressen nicht herumstehen.
  • Verstauen Sie Abfälle in geschlossenen Mülleimern.
  • Lassen Sie dreckige Windeln oder Schmutzwäsche nicht offen herumliegen.
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